Twitter-Bombendrohung: User schuldig gesprochen.
Posted by: admin
on Mai 11, 2010
Welche Gefahren ein Tweet mit sich bringt, musste ein Twitter-User im Januar dieses Jahres erfahren. Er hatte eine Bombendrohung getwittert. Was als Scherz gedacht war, sorgte für einen Großeinsatz der Polizei.
Der 6. Januar 2010 wird Paul Chambers sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. An diesem Tag hörte der junge Mann den Wetterbericht für Großbritannien. Als die Schließung des Robin Hood Airports gemeldet wurde, war er frustriert. Schließlich wollte er wenige Tage später genau diesen Airport benutzen, um zu seiner Freundin zu gelangen. Er veröffentlichte daraufhin einen folgenschweren Tweet: "Robin Hood Airport wurde geschlossen. Ihr habt eine Woche um das wieder in Ordnung zu bringen, oder ich sprenge den Airport in die Luft!!" Wie Chambers später erklärte, sei der Tweet nur scherzhaft gemeint gewesen. Für die Polizei spielte dies jedoch kaum eine Rolle. Es folgte ein großer Polizeieinsatz, die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Am 13. Januar nahm man ihn fest. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass von ihm keine Gefahr ausging.
Seine Mitteilung hatte jedoch zu Beunruhigungen geführt. Obwohl Chambers wenig später wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, folgte die Anklage. Der Fall wurde nun in Großbritannien verhandelt. Dem Beklagten wurde vorgeworfen, dass seine Mitteilung die öffentliche Ordnung gestört und gefährdet habe. Die Verhandlung lief zügig ab. Chambers wurde für schuldig befunden und zu einer Geldstrafe von 1.000 Britischen Pfund (ca. 1.200 Euro) verurteilt.
Vor Gericht entschuldigte sich Chambers für sein Verhalten. "Es kam mir gar nicht in den Sinn, dass [die Leute vom Robin Hood Airport] jemals Twitter ansehen oder sogar ernst nehmen [...]", erklärte er. Neben der jetzt ausgesprochenen Geldstrafe wurde Chambers von seinem früheren Arbeitgeber entlassen. Zahlreiche Twitter-Nutzer haben bereits angeboten, Geld für die Begleichung der Strafe zu spenden.
Quelle: cnet

afrikaans
albanian
arabic
belarusian
bulgarian
catalan
chinese
chinese simplified
chinese traditional
croatian
czech
danish
dutch
english
estonian
finnish
french
galician
german
greek
hebrew
hindi
hungarian
icelandic
indonesian
irish
italian
japanese
korean
latvian
lithuanian
macedonian
malay
maltese
norwegian
persian
polish
portuguese
romanian
russian
serbian
slovak
slovenian
spanish
swahili
swedish
tagalog
thai
turkish
ukrainian
vietnamese
welsh
yiddish